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Konau

Konau ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Amt Neuhaus. Es liegt am östlichen Elbufer im Schutze eines hohen Deiches. Konau liegt in der wunderschönen Elbtalaue und gehört mit dem Vordeichgelände zum Biosphärenreservat. Hier liegen heute noch die niedersächsischen Bauernhäuser und Gehöfte aufgereiht am Elbdeich wie eh und je seit Jahrhunderten.

Hofanlage hinter dem Deich


Die Hofanlage mit ihren reetgedeckten Niedersachsenhäusern, mit ihren ortstypischen Durchfahrtsscheunen, Göpeln und Stallanlagen sind denkmalschutzgerecht wiederhergestellt.

Hofanlage hinter dem Deich, Nahansicht


Konau ist von West nach Ost über die Fähre von Neu Darchau nach Darchau erreichbar. Gästeappartements werden angeboten, Fahrradrundwege führen am Dorf und auf dem Altdeich entlang. Vielfältige künstlerische Aktivitäten finden statt, hingewiesen sei beispielhaft auf die kulturellen Veranstaltungen von Frohe Zukunft e.V. - Konau 25, Konau war im Jahre 2000 Teil des Expo-2000-Projektes Flusslandschaft ELBE-WENDEPUNKTE.

Expoturm


Wer sich für die ehemalige Grenze interessiert, darf Konau nicht versäumen. Bis 1989 gehörte es zum Sperrgebiet und war nicht nur zum Westen, sondern weitgehend auch zum Landesinnern der DDR vollständig abgeschottet. Eine Ausstellung und der Rundweg ´Grenzgänge` erinnern an die besondere Situation des Lebens an der deutsch-deutschen Grenze und die Entwicklung nach der Wiedervereinigung. Unter Einbeziehung der Erfahrungen von Bewohnern aus den Elbdörfern Konau, Popelau und Darchau wird bildlich und mit Hörstationen ein lebendiges Bild dieser Zeit vorgestellt. Eine weitere Ausstellung in einer ortstypischen Durchfahrtsscheune von Konau/Popelau weist auf die Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet hin.

Ausstellung Zwangsaussiedlung


Der Heimatforscher Werner Hüls hat in seinen Schriften, z.B. „ das Elbdorf Konau“ und „Wandern an der Elbe“ die Besonderheiten von Konau und der übrigen Elbranddörfer im Amt Neuhaus geschildert.

Kapelle



Die Konauer Kapelle auf dem Deich ist der einzige Kirchenneubau der DDR, der am Grenzzaun zur Bundesrepublik errichtet werden durfte. Nachdem 1950 der Hagenower Kreisschulrat die Entfernung des gesamten kirchlichen Inventars aus dem Betsaal der Schule gefordert hatte, setzte sich die Kapellengemeinde Konau – Popelau zusammen mit der Kirchengemeinde Stapel und ihrem Pastor Axel Beste beharrlich und standhaft für einen Kirchenneubau ein. Die Bemühungen hatten wider alle Erwartung Erfolg. Spenden und freiwillige Arbeitsleistungen der Bevölkerung und die Unterstützung durch die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover ermöglichten den Neubau unter schwierigen Bedingungen. Zur Kapelleneinweihung am 31. März 1957 durfte sich eine große Festgemeinde mit Gästen aus der Bundesrepublik versammeln. Die Feier wurde nicht zuletzt als ein Bekenntnis zur deutschen Einheit verstanden, wenn auch noch 32 Jahre bis zur Grenzöffnung vergehen sollten.


Förderverein Konau e.V., Elbstr. 21, 19273 Konau


1.Vorsitzender: Franz Jürgen Lehmkuhl

Geschäftsführung: G.Heintzmann
Tel: 04131-56684
gudula.heintzmann@freenet.de

Bankverbindung und Spendenkonto:
Sparkasse Lüneburg
Konto N r .210 104 18
BL 240 501 10


Führungen auf Deutsch oder Englisch

Führungen auf Deutsch oder Englisch werden nach Anmeldung, beim Haus des Gastes in 19273 Amt Neuhaus unter der Telefonnummer 038841/61155 oder per email: touristinfo@amt-neuhaus.de angeboten.